Für eine optimale Therapieplanung und auch für die Einschätzung der Prognose ist das Stadium der Erkrankung entscheidend. Die Schwere einer Erkrankung mit Weichteilsarkom orientiert sich dabei im Wesentlichen an der Größe des Tumors, an seiner Lage im Gewebe, an der oben genannten Ausprägung und auch an dem Vorliegen von Tumorabsiedlungen in anderen Organen (Metastasierung). Man unterscheidet die folgenden Stadien:
Stadium I
Die Krebszellen unterscheiden sich kaum bis mittelgradig von den normalen Zellen des Gewebes, in dem sie entstanden sind (Entartungsgrad: G1 und G2). Es handelt sich um einen relativ kleinen Tumor (kleiner als 5cm), der an der Oberfläche oder in der Tiefe liegt (Stadium I A). Bei Stadium I B ist der Tumor größer als 5 cm, liegt aber nur an der Körperoberfläche. Grundsätzlich liegt in Stadium I keine Streuung vor.
Stadium II
Dieses Stadium umfasst unterschiedliche Befunde. Die Entartung der Krebszellen reicht von wenig entartet (G1) bis hin zu schwerer Entartung (G3). Nur ein leicht bis mittelgradig entarteter Tumor mit mehr als 5 cm Größe und mit Vorkommen in der Tiefe gehört zu Stadium II A. Wenn die Krebszellen schwer entartet sind darf der Tumor nicht größer als 5cm sein, um noch zu Stadium II zu zählen (Stadium II B). Wenn ein Tumor größer als 5 cm ist und keinesfalls in der Tiefe des Körpers liegt zählt er auch noch zu Stadium II (Stadium II C). Bei allen Formen des Stadiums II liegt keine Streuung der Erkrankung vor.
Stadium III
Die Krebszellen sind schwer entartet. Der Tumor ist größer als 5 cm und liegt in der Tiefe des Körpers. Das Zusammentreffen dieser Befunde bedeutet ein sehr hohes Risiko für die Streuung von Krebszellen, die bei Sarkomen nahezu ausschließlich über den Blutweg und nicht über die Lymphbahnen eintritt. Allerdings ist in diesem Stadium noch keine Streuung nachzuweisen.
Stadium IV
Die Krebszellen können jeden Grad der Entartung aufweisen. Auch die Größe des Tumors und die Lage des Tumors spielt für die Einstufung in Stadium IV keine Rolle. Einzig entscheidend ist der Nachweis von Metastasen durch Streuung. Meist handelt es sich um Metastasen in der Lunge.