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Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
Direktor: Prof. Dr. J. Strauch

Welche unterschiedlichen Formen des Weichteilsarkoms gibt es?

Weil es sehr unterschiedliche Formen des Binde- und Stützgewebes gibt, gibt es auch sehr viele unterschiedliche Formen des Weichteilsarkoms, je nachdem von welchem Gewebetyp das Sarkom gebildet wird. Es gibt etwa 15 verschiedene Untergruppen von Sarkomen. Die häufigsten Formen sind in der WHO-Klassifikation der Weichteilsarkome dargestellt.

Eine besonders große Rolle für die Wahl der Behandlung und auch für die Aussicht auf Heilung (Prognose) spielt die unterschiedliche Ausprägung der Weichteilsarkome (Differenzierung, so genanntes Grading). Diese Eigenschaft kann nur mikroskopisch von entsprechend erfahrenen pathologischen Instituten bestimmt werden. Dazu wird eine geeignete Gewebeprobe (Biopsie, Probexzision-PE) benötigt, deren Ergebnis entscheidend für den nachfolgenden Behandlungsweg ist.
Deswegen sollte bereits die Entnahme der Gewebeprobe in spezialisierten Einrichtungen vorgenommen werden, die im Weiteren auch die Behandlung und Operationen durchführen und verantworten. Folgende Aspekte müssen dabei berücksichtigt werden:

  • keine komplette Entfernung des Tumors bei einer Größe von mehr als 2 cm
  • Lage des Hautschnittes unter Berücksichtigung der späteren Operation
  • Entnahme einer ausreichend großen Gewebeprobe
  • Entnahme einer Gewebeprobe, die den potentiell gefährlichsten Teil des Tumors enthält
  • Ausbreitung eines Blutergusses nach der Gewebeentnahme unbedingt vermeiden
  • Untersuchung des Gewebes durch erfahrene Pathologen, möglicherweise Untersuchung durch so genannte Referenzpathologie