Wenn Verdachtsmomente wie die zuvor genannten vorliegen und wenn es sich offensichtlich nicht mehr um "ungefährliche, kleine und oberflächliche Tumoren" handelt, dann sollte in jedem Fall auch nicht mehr "einfach so" operiert werden. Denn dies kann bei Vorliegen eines Sarkoms für die betroffenen Patienten erhebliche gesundheitliche Folgen haben.
Die gründliche körperliche Untersuchung stellt den ersten und entscheidenden Schritt dar. Zum einen können andere mögliche Ursachen der Schmerzen, Schwellung oder andere Beschwerden ausgeschlossen werden. Zum anderen kann bereits eine wichtige Einschätzung über die Beschaffenheit des Gewebes, über Lagebeziehungen zu anderen wichtigen Strukturen und über die Ausdehnung des Tumors getroffen werden.
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist prinzipiell denkbar. Sie belastet den Patienten kaum und ist eine kostengünstige Untersuchung. Allerdings gibt es kaum eine andere apparative Untersuchung, die in so hohem Maß von der Fähigkeit und Erfahrung des Untersuchers abhängt. Angesichts der Seltenheit dieser Sarkome relativiert sich deswegen die Bedeutung des Ultraschalls. Auch bietet diese Untersuchung wenig Möglichkeiten, in der Tiefe der Gliedmaßen gelegene unterschiedliche Gewebestrukturen näher zu spezifizieren oder abzugrenzen. Deswegen handelt es sich bei der Ultraschalluntersuchung um eine erste mögliche, aber keinesfalls um die entscheidende Untersuchungsmaßnahme.
Um den Verdacht auf einen Tumor zu bestätigen oder auszuschließen, sind die so genannten Schnittbildverfahren grundsätzlich die geeigneten Untersuchungen.
Die mit Röntgenstrahlen verbundene Computertomographie (CT, "Röhre") ist für Untersuchungen der Körperhöhlen sehr wichtig. Allerdings ist diese Untersuchung bei entsprechendem Verdacht auf Weichteilsarkom an den Gliedmaßen nur wenig geeignet.
Statt dessen gilt nach aktuellem Wissenstand die Kernspintomographie (Kernspin, Magnetresonanztomographie, MRT, "Röhre") als das mit weitem Abstand beste Untersuchungsverfahren. Mit der MRT kann bereits sehr gut erkannt werden, welchen Charakter eine entsprechende Raumforderung (Tumor) im Gewebe hat und wie wahrscheinlich eine Bösartigkeit ist. Dazu ist die Gabe von Kontrastmittel während der Untersuchung unbedingt erforderlich. Schließlich gibt es keine andere Untersuchungsmöglichkeit, die mit einer derartigen Brillanz eine exakte anatomische Wiedergabe aller Weichteilstrukturen ermöglicht. Mit der Kernspintomographie lassen sich notwendige Entnahmen von Gewebeproben genau planen. Auch können damit alle weiteren Therapien bestimmt und im Hinblick auf den eingetretenen Erfolg kontrolliert werden (so genannte Nachsorgeuntersuchungen). Deswegen ist bei Tumorverdacht die Untersuchung mit Kernspintomographie vor jeder weiteren Maßnahme unverzichtbar!