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Sehr häufig bemerken Patienten kleinere Knoten in der Haut oder im direkten Unterhautgewebe. Solange diese Knoten kleiner als 2-3 cm sind, nicht sehr schnell wachsen, keine Schmerzen bereiten und auch sehr gut verschiebbar sind, können diese Knoten in der Regel ohne große Gefahr chirurgisch entfernt werden. In den allermeisten Fällen handelt es sich dann auch nur um gutartige Weichgewebstumoren. Derartige "kleine und gutartige Weichgewebstumoren" werden ohne weitere Probleme jedes Jahr zu Tausenden bei Patienten entfernt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei derartigen Befunden um Sarkome handelt, ist extrem gering. Problematisch ist die Situation aber bei all den Weichgewebstumoren im Haut und Unterhautgewebe, die entweder größer sind oder schnell wachsen. Auch bei Tumoren, die Schmerzen bereiten und die nicht mehr gut zum Untergrund verschiebbar sind, müssen zunächst spezielle Untersuchungen vorgenommen werden. Hier sollten keinesfalls sofortige Operationen durchgeführt werden. Sehr problematisch sind Situationen, bei denen die Weichteiltumoren nicht unmittelbar an der Hautoberfläche entstehen. Denn bei Weichgewebstumoren, die tief im Unterhautgewebe oder sogar in noch tieferen Regionen entstehen, handelt es sich meistens um Sarkome. Gerade diese Tumoren werden aber leider recht oft erst sehr spät bemerkt. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich: - Durch die Umhüllung der Gliedmaßen mit Fettgewebe und Haut wird ein Tumor oft erst dann erkennbar, wenn er eine kritische Größe erreicht hat und sich die Hautoberfläche darüber vorwölbt ("Spitze des Eisberges").
- Auch dann bereiten diese Tumoren oft noch keine Beschwerden, weil das Weichgewebe sehr elastisch und wenig schmerzempfindlich ist. Oft erklären Patienten sich solche Veränderungen mit zurückliegenden kleineren Unfällen ("da muss ich mich gestoßen haben") und schenken diesen Befunden keine besondere Aufmerksamkeit.
- Erste Beschwerden, die durch die zunehmende Größe eines Tumors entstehen (mehrere Zentimeter), werden durch zunächst geringen Druck des Tumors auf die benachbarten Strukturen (Muskeln, Knochen, Sehnen usw.) hervorgerufen. Deswegen sind diese Beschwerden meistens sehr wenig spezifisch und können sich beispielsweise in einer Art Druckgefühl oder Schweregefühl der betroffenen Gliedmaße äußern. Auch kann es sich durch Fortleitung (Projektion) um zunächst geringe Schmerzen im Bereich der großen Gelenke wie Hüfte, Knie, Schulter usw. handeln, ohne dass dafür aber Ursachen gefunden werden können.
- Selbst bei Arztbesuchen können derartige Tumoren deswegen leicht übersehen werden, wenn nicht eine gründliche körperliche Untersuchung der verdächtigen Körperregion erfolgt.
- Liegen diese Tumoren beispielsweise in Bereichen mit starker Beanspruchung oder in großer Nähe zu Gelenken oder Nerven, können dagegen schon früher Beschwerden und/oder Schmerzen auftreten. Auch diese sind aber ungünstigerweise meist sehr wenig spezifisch, so dass generell die in der Tiefe liegenden Tumoren häufig zunächst nicht entdeckt werden.
- Auch die Seltenheit dieser Tumoren kann dazu führen, dass selbst bei genauer Angabe der bestehenden Beschwerden und einer möglicherweise erkennbaren Schwellung nicht die geeigneten Untersuchungen vorgenommen werden. Denn die Seltenheit dieser Tumorart birgt die Gefahr, dass in der Menge der täglichen ärztlichen Routine diese ungenauen Beschwerden oder Schwellungen allen anderen möglichen Ursachen, aber nicht einem möglichen Weichteilsarkom zugeordnet werden.
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