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Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum, Operatives Referenzzentrum für Gliedmaßentumore

Die Klinik für Plastische Chirurgie wurde vor 40 Jahren im Bergmannsheil etabliert. Neben der rekonstruktiven Chirurgie nach Verletzungen, Infektionen und Tumorentfernungen zählen Eingriffe an der Hand (inklusive Replantationen), plastisch ästhetische Entfernungen von Hauttumoren, Brustchirurgie, die rekonstruktive Mikrochirurgie von Blutgefässen und Nerven, die Korrektur angeborener Fehlbildungen und die ästhetische Chirurgie zu den speziellen Schwerpunkten.

Inzwischen wird die gesamte Palette der Wiederherstellungschirurgie eingesetzt um eine Gliedmaßenerhaltung nach Trauma oder Tumor zu sichern, die früher klassisch in der Amputation endete. Das operative Referenzzentrum wird dabei von regionalen und überregionalen Tumorzentren und Schwerpunktkliniken in Spezialfällen konsultiert: Die wissenschaftliche Datensammlung und Aufarbeitung von z.B. mehr als 1600 Sarkompatienten zeigt das Renommee und die Bedeutung der Institution.

Eine besondere Bedeutung erlangen zunehmend interdisziplinäre rekonstruktive Eingriffe nach Weichteil- und Knochenkomplikationen. Von auswärts zugewiesen werden Patienten für ausgedehnte weichteil-plastische Maßnahmen z.B. nach herzchirurgischen Eingriffen, chronischen Wunden, Bestrahlungsschäden und postoperativen Wundinfektionen.

In der ästhetischen Chirurgie werden die formenden und straffenden Verfahren im Gesicht-, Brust-, Bauch- sowie Extremitätenbereich inklusive der Fettabsaugung angeboten, Brustvergrösserungen und insbesondere Komplikationen nach auswärtigen Eingriffen erhalten nach realistischer Aufklärung Vorschläge zur Korrektur.

Für schwere Infektions- oder Weichteilkomplikationen nach kosmetischer Liposuktion hält die Klinik die notwendige intensivmedizinische Betreuung vor und führt Sekundäreingriffe durch. Begutachtungen in Streitfragen, bei Abrechnungsdivergenzen und nach misslungenen kosmetischen Eingriffen werden für Patienten, Versicherer, Ärztekammern und Gerichte seit über 10 Jahren erstellt.

Die Klinik verfügt über eine volle Weiterbilddungsermächtigung für Plastische Chirurgen, Handchirurgen und die Plastisch-chirurgische Intensivmedizin.Ein lebhafter Austausch von jungen Mitarbeitern als "Research fellows" und / oder klinische Praktikanten besteht seit 1990 mit renommierten Universitätskliniken in den USA und Australien. Durch diese Kooperation können wissenschaftliche Projekte initiiert und klinische Innovationen ausgetauscht werden, was als Grundvoraussetzung aktueller Qualitätsverbesserung in Forschung und Patientenversorgung gilt.

Die Klinik nimmt ihren universitären Auftrag zu Forschung und Lehre ebenso mit regelmäßigen Vorlesungen, "bedside-teaching", Blockkursen und dem Problem-orientierten Lernen ( POL) wahr.

Aus der Zusammenarbeit mit den Universitäten in Boston (Havard), UC Los Angeles, Pittsburg, SIU Springfield, Louisville (Ky) resultieren durch Drittmittel, Industriekooperationen und Funding verbesserte Laborstrukturen, die ihrerseits 8 Habilitationen, 1 Juniorprofessur sowie bislang über 40 Dissertationen ermöglicht haben. Die entsprechenden Projekte können über Medline/Pubmed im Internet nachgeschlagen werden. Desweiteren haben sie über diesen Link Zugriff auf eine kleine Auswahlsammlung.

 

 

Direktor:
 
Prof. Dr. H.-U. Steinau

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