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Klinische und experimentelle Mikrozirkulation und Wundheilung
Koordination:
PD Dr. S. Langer

Arbeitsgruppe Klinische und Experimentelle Mikrozirkulation und Wundheilung

Prof. Dr. med. S. Langer,
Dr. O. Goertz
Und die in den u.g. Projekten genannten Doktoranden und Kooperationspartner

Was wollen wir?


Die Plastische Chirurgie ist im klinischen Alltag konfrontiert mit pathophysiologischen Phänomenen, die sich insbesondere auf der Ebene der Mikrozirkulation abspielen. Der postischämische Reperfusionsschaden stellt ein klinisches Problem dar, welches insbesondere bei freien Lappenplastiken oder nach Replantation eines abgetrennten Körperteils auftritt. Eine Störung der Mikroperfusion ist bei chronischen Wundheilungsstörungen regelhaft vorhanden. Der An- und Abtransport von Sauerstoff, Zellen und Nährstoffen in das/aus dem Wundgebiet ist jedoch eine unabdingbare Voraussetzung für den komplikationslosen Heilungsprozess. Experimentelle Modelle auf dem Gebiet der Mikrozirkulationsforschung erlauben die Visualisierung dieser Veränderungen auf der Ebene der Mikrozirkulation und erlauben so die Erweiterung des Verständnisses der Pathophysiologie etwa bei der chronischen Wundheilung sowie der Verbrennungswunde. Biomaterialien finden zunehmend Anwendung in der Chirurgie z.B. als Knochenersatz, Kunsthaut oder zum Ersatz von Eigengewebe nach Tumoroperation oder Unfall. Kenntnisse über das Verhalten von Biomaterialien nach Implantation in vivo sind von zwingender Bedeutung für die breite klinische Anwendung solcher Produkte.

Wir wollen zu o.g. schwierigen Problemen, die uns in unserer täglichen Arbeit am Krankenbett konfrontieren, im Labor Lösungen erarbeiten. Schwer kranke Menschen (z.B. Unfalloper oder Tumorpatienten) sollen später am Krankenbett von unserer Arbeit profitieren.  Dafür arbeiten wir.

Gefäßdarstellung im Intravitalmikroskop
a: Wellenlänge von 490 nm, bei der das FITC-Dextran angeregt wird. Die eingezeichnete Graphik verdeutlicht die Messung von Durchmesser, Ödembildung und Erythrozytengeschwindigkeit in CapImage .
b: Wellenlänge von 525 nm, bei der Rhodamin 6G angeregt wird. Die 6 hellroten Punkte stellen am Gefäßendothel adhärierende Leukozyten dar.

Übersichtsaufnahmen des nicht perfundierten Areals am Ohr der haarlosen Maus nach Verbrennung am Tag 1, 3 und 7 sowie nach einem halben Jahr. Es zeigt sich deutlich, wie sich das dunkle, nicht perfundierte Areal durch das Aussprossen neuer Gefäße verkleinert. Nach einem halben Jahr haben sich die anfangs etwas ungeordnet erscheinenden Gefäße organisiert

Die Bilder sind alle am Tag 7 nach Verbrennung aufgenommen. a): Aufnahme des Ohres durch das Operationsmikroskop in 10facher Vergrößerung. b) stellt eine Ausschnittsvergrößerung von a) und c) eine von b) durch das Intravitalmikroskop dar. In d) werden bei etwa 400facher Vergrößerung die Kaliberschwankungen deutlich, die sich im Verlaufe der vollständigen Neovaskularisation zurückbilden

Rollende Leukozyten in 460facher Vergrößerung im Fluoreszenzmikroskop  im Ohr der Haarlosen Maus nach Verbrennung. Als Fluoreszenzfarbstoff  wurde Rhodamin6G eingesetzt.

 

Leiter der Arbeitsgruppe:


Prof. Dr. S. Langer


Dr. O. Goertz