Link: Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil Home | Suchen | Kontakt
germanenglish Printversion
       
Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie und Wundheilung
Koordination: Professor
Dr. L. Steinsträßer

Tissue engineering

Die Methode des Tissue Engineering beschreibt die Herstellung biologischer  Ersatzstoffe aus Zellen oder aus Kombinationen verschiedener Zellen, die auf einem speziellen Baugerüst, wie natürlichem Kollagen oder auf synthetischen, biokompatiblen Polymeren ein Gewebe formen, um diese in den Organismus zu reimplantieren. Da kultivierte Zellen des eigenen Körpers vom Immunsystem auch als "eigene" erkannt werden, kommt es bei Tissue Engineering-Implantaten meist nicht zur Abstoßung.

In der Plastischen Chirurgie bietet diese Methode vielfältige Einsatzmöglichkeiten.  Der Antrieb für die Entwicklung des Tissue Engineering ist der steigende Bedarf an sicheren Ersatzgeweben und -organen.

Daher beschäftigt sich unsere Arbeitsgruppe mit der Züchtung von transplantierbaren Haut- und Gewebeersatzstoffen in Kombination mit Biopolymeren, die zur Defektabdeckung bei schweren Verbrennungen oder chronischen Wunden eingesetzt werden könnten. Die Wiederherstellung größerer Defekte des Weichteilgewebes nach Unfallverletzungen, Krebserkrankungen oder ästhetischer Defekte könnte durch die Entwicklung von körpereigenem strukturellem und funktionellem Gewebe ebenso erleichtert werden.

Im Zuge von Reduktionsplastiken anfallendes Hautgewebe wird zu Untersuchungszwecken weiter aufbereitet.