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Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie und Wundheilung
Koordination: Professor
Dr. L. Steinsträßer

Weichgewebesarkome

Sarkome werden in Knochen- und Weichgewebesarkome unterteilt. Weichgewebesarkome sind eine inhomogene Gruppe von seltenen bösartigen Tumoren, die aus Bindegewebe entstehen. Zu den Weichgewebesarkomen werden über 100 unterschiedliche Tumoren gerechnet. Die häufigsten sind das Liposarkom, das Leiomyosarkom, das Synovialsarkom, das Rhabdomyosarkom und das Maligne Fibröse Histiozytom (MFH). Neben der Einteilung nach dem Gewebe, dem die Tumore entstammen, kann man sie auch nach der Ähnlichkeit mit dem Herkunftsgewebe unterteilen. Sind sich Tumor- und Gewebszellen des Ursprungsgewebes ähnlich, so spricht man von differenzierten Tumorzellen, sind die Tumorzellen so entartet, dass ihre Herkunft und das Ursprungsgewebe nicht mehr bestimmt werden können, so werden sie als undifferenziert bezeichnet. Es gibt jährlich 2-3 Neuerkrankungen je 100000 Einwohner, d.h., dass in Deutschland jährlich ca. 2000-3000 Weichgewebesarkome neu entdeckt werden. Damit machen sie insgesamt nur ca. 1 % aller Tumoren im Erwachsenenalter aus. Die Häufigkeit ist bei Männern und Frauen ungefähr gleich. Weichgewebesarkome kommen in allen Altersstufen vor, bevorzugt zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.

Der Wissensstand über potentielle Entstehungsmechanismen ist sehr begrenzt. Bekannte Risikofaktoren sind eine vorausgegangene Bestrahlung und eine verstärkte Einwirkung von Polyvinylchlorid ("PVC") oder Asbest. Neuere Studien diskutieren zudem genetische Ursachen. Aufgrund der ausgesprochenen Heterogenität bei Sarkomen ist die Therapie und Prognose nur individuell zu entscheiden.

Unser Arbeitsgruppe arbeitet daher intensiv an neuen effektiven Therapieoptionen um Patienten hoffentlich in Zukunft besser helfen zu können.

Mit den kultivierten Sarkomzellen lässt sich die Pathogenese der Tumorbildung sowie mögliche Therapieoptionen gezielt untersuchen.