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Abteilung für Neurologische Traumatologie und Neurorehabilitation
Direktor: Prof. Dr. M. Tegenthoff

Die Physiotherapie

im Sonderbereich für Schwer-Schädel- Hirnverletzte

 

Schwerpunkt der Physiotherapie ist die Anbahnung von normaler Bewegung und damit Wiederaufbau beeinträchtigter Hirnfunktionen.
Die Therapeuten verfolgen die neurophysiologischen Konzepte nach Bobath, Affolter und PNF. Gegebenenfalls kommen Maßnahmen wie Anpassung von Kunststoffschienen oder manuelle Therapie etc. zur Anwendung.

Die Physiotherapie berücksichtigt immer den aktuellen Zustand des Patienten. So ist z.B. beim komatösen Patienten notwendig, mit ihm in Kontakt zu kommen und über verschiedene Reize wie Berührung, Bewegung und Lagewechsel Wachheit, Wahrnehmung und Bewußtheit zu stimulieren und zu fördern. Dabei werden Veränderung im Befinden und Verhalten des Betroffenen (z.B. Mimik, Atmung, Muskelspannung) registriert und in die Therapie integriert und beantwortet.

 

Dem Patienten werden normale
Bewegungseindrücke und -
übergänge (Drehen im Bett, Sitzen
an der Bettkante und im Rollstuhl,
Stehen mit Hilfe) vermittelt. Die
Behandlung findet in diesem
Stadium überwiegend im Patientenzimmer
statt, und zwar bis zu 6 x wöchentlich.
Je nach Zustand des Patienten
werden die Räumlichkeiten des
Reha-Zentrums genutzt. Dort
stehen Barren, Laufbänder,
Fahrradergometer, Kraftgeräte
usw. zur Verfügung.

 

 

Der Bereich der physikalischen Therapie bietet umfassende Möglichkeiten wie z.B. Massage, Lymphdrainagen, Wärmeanwendungen und Elektrotherapie etc. an. Behandlungen im Bewegungsbad sind einzeln und auch in der Gruppe möglich.In manchen Fällen ist eine Sporttherapie in unserem Reha-Zentrum eine wertvolle Ergänzung zur Physiotherapie.
Die Erklärung vieler Fachbegriffe finden Sie auf der Seite Glossar.