|
Home | Suchen | Kontakt |
|
|
Liquor-Labor: Im Liquor-Labor wird das Nervenwasser (Liquor) der Patienten mikroskopisch und chemisch untersucht. Dieses Verfahren dient der Diagnostik entzündlicher Erkrankungen des ZNS (Zentralnervensystem), einer Blut-Liquor-Schrankenstörung und Antikörperproduktion gegen infektiöse Erreger, dem Nachweis einer Subarachnoidalblutung (SAB) und von Tumorzellen. Beispielsweise läßt sich so eine Hirnhautentzündung nachweisen, welche dann, ohne daß dabei viel Zeit verloren wird, behandelt werden kann. Telefon: +49(0)234-302-6672
EEG-Labor: Durch Meßelektroden die dem Patienten am Kopf angelegt werden lassen sich die elektrischen Hirnpotentiale in Form eines Elektroenzephalogramms (EEG) ableiten. Das EEG ist das wichtigste Hilfsmittel in der Epilepsie-Diagnostik. Es lassen sich auf diese Weise unterschiedliche Epilepsieformen voneinander abgrenzen, so daß mit der jeweils angepaßten Behandlung begonnen werden kann. Darüber hinaus dient das EEG dem Nachweis umschriebener (herdförmiger) oder diffuser Störungen (Allgemeinveränderungen), die durch tumoröse, traumatische und entzündliche Hirnprozesse, Durchblutungsstörungen, Vergiftungen u.a. verursacht werden können. Telefon: +49(0)234-302-6674
NLG-EMG-Labor: Hier erfolgt die Ableitung der motorischen und sensiblen Nervenleitgeschwindigkeiten (NLG) zur Diagnostik peripherer Nervenschädigungen. Neben den Messungen der Nervenleitgeschwindigkeiten wird hier auch die Elektromyographie (EMG) durchgeführt. Bei diesem Verfahren werden mit einer dünnen Nadelelektrode die Muskelaktionspotentiale (MAP) abgeleitet und bildlich dargestellt. Hiermit lassen sich Nerven- und Muskelerkrankungen erfassen und weiter differenzieren. Telefon: +49(0)234-302-6675
Doppler-Duplex-Labor: Hier werden Ultraschalluntersuchungen der Blutgefäße im Halsbereich, sowie innerhalb der Schädelkapsel durchgeführt (extra- und intrakranielle Doppler- und Duplexsonographie). Mittels dieser Ultraschallverfahren kann die Blutversorgung des Gehirns beurteilt werden. Auf diese Weise lassen sich Rückschlüsse auf die Strömungsverhältnisse in den Hals- und den Kopfgefäßen gewinnen. Es können z.B. Gefäßverengungen oder –verschlüsse bildlich dargestellt werden. Hierbei handelt es sich um ein einfaches den Patienten nicht belastendes Verfahren, welches ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen auskommt. Die Ultraschallverfahren haben eine große Bedeutung in der Vorbeugung und der Diagnostik von Schlaganfällen. Telefon: +49(0)234-302-6676
EVP-Labor: In diesem Labor erfolgt die Ableitung visuell (über die Augen), akustisch (über die Ohren) und somatosensibel (über das Empfinden) evozierter Potentiale. Mittels spezieller Untersuchungsverfahren wie z.B. ereigniskorrelierter Potentiale lassen sich Störungen in der Informationsverarbeitung des Gehirns nachweisen. Weiterhin wird die transkranielle Magnetstimulation zur Untersuchung und Beurteilung motorischer Bahnsysteme durchgeführt. Diese Verfahren dienen u.a. der Lokalisation umschriebener oder verteilter Prozesse im Bereich des zentralen und peripheren Nervensystems. Beispielsweise haben diese Untersuchungsverfahren eine große Bedeutung in der Diagnostik z.B. der Multiplen Sklerose, von Rückenmarkerkrankungen oder bei der Überwachung von Koma-Patienten. Telefon: +49(0)234-302-6673
Neuropsychologisches und Neurolinguistisches Labor Aufgabe des neuropsychologischen und neurolinguistischen Labors ist die Erforschung, Diagnostik, Therapieplanung und Therapieverlaufskontrolle von Hirnleistungsstörungen wie z.B. Einschränkungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wahrnehmungs- und Denkprozessen. Hinzu kommen die Diagnostik und Therapie von Störungen des Schluckens, des Sprechens, der Sprache und der Stimme. Sowohl die Diagnostik als auch die Therapie verlaufen in unserer Klinik zum überwiegenden Teil computergestützt nach modernen und auf ihre Wirksamkeit hin überprüften Methoden. Schwerpunkt unseres therapeutischen Arbeitens ist die Behandlung von Schwer-Schädel-Hirnverletzten auf unserer berufsgenossenschaftlichen Sonderstation für schwer-schädel-hirnverletzte Patienten. Zusätzlich zur eigentlich neuropsychologischen Behandlung gilt unser besonderes Augenmerk der qualifizierten psychologischen Betreuung von Patienten und ihren Angehörigen. Ansprechpartner: Dr. W. Widdig
Labor für kortikale Sehstörungen Unser Labor für Sehstörungen ist insbesondere für die Therapie von Patienten ausgerichtet, die aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schlaganfalls eine bioccipitale Schädigung der Sehrinde erlitten haben und in der Folge unter einer sogenannten kortikalen Blindheit oder Rindenblindheit leiden. Dabei ist die Sehfähigkeit so stark eingeschränkt, daß nur noch eine sporadische Unterscheidung von Helligkeitsunterschieden möglich bleibt. Diese derzeit noch unter experimentellen Bedingungen durchgeführte Therapie ist in Deutschland in dieser Form einmalig. Ihre Effizienz konnte inzwischen an mehreren Patienten dokumentiert werden, die ohne Ausnahme nach mehrmonatiger täglicher Therapie eine Verbesserung der Sehfähigkeit zeigten. Trotz des Verbleibs von Gesichtsfeldausfällen oder Schwachsichtigkeit nach Abschluß der Therapie ergab sich für alle Patienten eine deutliche Zunahme ihrer Lebensqualität. Außer der Behandlung kortikal blinder Patienten dient unser Labor der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Gesichtsfeldeinschränkungen nach einem an der hiesigen Universität neu entwickelten, die Funktion der Sehzellen anregenden Therapieverfahren. Ansprechpartner: Dr. W. Widdig |
|||||









