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Umwewltschutz, Abfallwirtschat und Gefahrstoffe
Abteilungsleitung: G. Schäfer

Abfallwirtschaft

Ziele

Die Abfallwirtschaft umfasst die organisatorischen Maßnahmen des innerbetrieblichen Transports, der Zuordnung der Abfälle zu Abfallarten, der ordnungsgemäßen und rechtssicheren Entsorgung sowie dem sicheren Umgang mit gefährlichen Abfällen. Ebenso werden die spezifischen Kosten erfasst und zugeordnet.

Als Ziele sind zu nennen:
1) Steigerung der Verwertungsquote
2) Schadstoffentfrachtung
3) Kostenreduzierung
4) Verminderung von Sonderabfällen
5) Abfallvermeidung


Mengen und Kosten der Abfallwirtschaft

2002 wurden etwa 1020 Tonnen an Müll verwertet bzw. beseitigt.
Die Kosten stiegen in dem Zeitraum 1992 bis 1997 um fast 100 Prozent, während die Mengen nur um 41 Prozent stiegen. Hier machten sich besonders die Gebührenerhöhungen zur Entsorgung des hausmüllähnlichen Abfalls bemerkbar, die um 1100 Prozent im gleichen Zeitraum erhöht wurden. Durch vermehrte Anstrengungen bei Getrenntsammlung und -verwertung sowie erfolgreiche Preisverhandlungen und Entsorgerauswahl konnten die Kosten 2002 auf einen Stand 16 % über dem von 1992 gesetzt werden, während die Menge in der gleichen Zeit um 29 % stieg.

 
Wertstofferfassung aus dem hausmüllähnlichen Abfall

Seit 1993 wird in zunehmendem Maße die Trennung von verwertbaren Stoffen des Abfalls durchgeführt. Im hausmüllähnlichen Abfall werden die verwertbaren Fraktionen an der Anfallstelle separat erfasst und an spezielle Verwertungsbetriebe abgegeben. Dies waren vorwiegend Altglas, Kartonagen und Altpapier, Einweg- Beatmungsschläuche und die sogenannte DSD-Leichtfraktion (Tetrapacks, Kunststofffolien, Sterilverpackungen und Ähnliches). So konnten 2002 mit der Sammlung dieser Abfälle über 16.000 EUR eingespart werden
 
Verwertungsquote

Neben den oben erwähnten Wertstoffen können auch andere Industrieabfälle und sogar Sonderabfälle verwertet werden. So können zum Beispiel Fettabscheiderinhalte, Speiseabfälle und verbrauchte fotografische Fixierer wieder in den Kreislauf geschleust werden.

Für einige Abfälle wurden neue Verwertungswege aufgezeichnet. Zusammen mit der Wertstofftrennung des Hausmülls konnte die Verwertungsquote (über alle Abfälle) 2002 auf über 27 Prozent gesetzt werden.

 

Sonderabfallverminderung

Durch verschiedene Maßnahmen konnte das Sonderabfall-Aufkommen im Laufe der Jahre reduziert werden von 72,5 (1992) auf 65,8 Tonnen (2002). 1992 stellten die Sonderabfälle noch 9,0 Prozent des Gesamtabfalls, 1997 nur noch 6,5 Prozent. Gleichzeitig fiel der Anteil der Kosten zur Sonderabfallentsorgung von 64 Prozent an den Gesamtkosten auf 32 Prozent.
Anmerkung: Durch die Umschlüsselung der Abfallarten von LAGA auf EAK wurden teilweise Abfälle anders eingestuft. Daher sind die Zahlen nicht mit denen früherer Veröffentlichungen vergleichbar.


Abfallvermeidung

In einigen, einzeln durchgeführten Maßnahmen wurden Möglichkeiten zur Abfallvermeidung eingeführt. Dies reichte vom Einsatz recycelter Papier- Einmalhandtücher über Mehrweg-Lösemittelabfallkanister bis zum Wiederaufbereiten verschmutzten Formalins aus der Pathologie.
Es fallen trotzdem mehr Abfälle an als vermieden werden können. Es bestehen möglicherweise Einsparpotentiale, die aber nur schwer zu quantifizieren sind