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Ein neues „Herzstück“ fürs Bergmannsheil
Ein Neubau, der Maßstäbe setzt: Derzeit entsteht am Bergmannsheil ein neuer Funktionstrakt. Damit wird das „Herzstück“ der Klinik modernisiert und zugleich völlig neu strukturiert. Der Neubau wird eine interdisziplinäre Notfallaufnahme, 14 Operationssäle und neue Intensivkapazitäten vereinen, sowie Kurzzeitliege- und Aufwachkapazitäten, die Radiologie und die Zentralsterilisation. Vorteile für die Patienten: Optimierte Prozesse und Arbeitsabläufe, kürzere Wege zwischen den verschiedenen Bereichen und Funktionsabteilungen und erweiterte Kapazitäten für eine bestmögliche Versorgung. Mit diesen Maßnahmen unterstreicht das Bergmannsheil seine führende Position als ein deutschlandweit anerkanntes Traumazentrum.
Prinzip der „kurzen Wege“
Bei der Konzeption wurde konsequent auf das Prinzip der kurzen Wege gesetzt. Das Aufnahmezentrum und die Radiologie werden im Erdgeschoss in Nachbarschaft angeordnet sein. Eingewiesene Patienten können somit schnell und flexibel versorgt und bei Bedarf radiologisch untersucht werden. Eine Aufzugsverbindung ermöglicht eine direkte Weiterverlegung der Patienten zum OP und zu den Intensivstationen im 1. Obergeschoss. Durch die Zentralisierung von OP- und Intensivkapazitäten auf einer Ebene werden die Transport- und Kommunikationswege für operierte und besonders überwachungsbedürftige Patienten minimiert. Die Versorgung der OP-Säle und Abteilungen mit den erforderlichen sterilen Instrumenten erfolgt über die neue Zentralsterilisation.
Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch das alte Haus 2 einem zeitgemäßen Neubau weichen: Die Bettenstation im neuen Haus 2 (2. Obergeschoss) mit 40 Betten wird nach modernsten Standards eingerichtet, die Zimmer entsprechend komfortabel und großzügig ausgestaltet. Daneben wird es in dem Neubau eine chirurgische und eine plastisch-chirurgische Intensivstation geben
(1. Obergeschoss). Im Erdgeschoss werden neben der Aufnahmestation weitere Funktionseinrichtungen zu finden sein. Das Zentrallabor im Untergeschoss hält ein umfassendes Spektrum an labormedizinischen Leistungen bereit.

Von der Planung zur Realisierung
Die Baumaßnahmen begannen 2010 und werden voraussichtlich im Jahr 2015 abgeschlossen sein. Das komplette Projekt wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Um während der Abriss- und Bauarbeiten weiterhin eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, wurden die betroffenen Stationen vom alten Haus 2 für einen Übergangszeitraum in ein Interimskrankenhaus verlegt. Dieser in Modulbauweise konstruierte Trakt steht auf der Fläche vor Haus 2 und dem alten Untersuchungs- und Behandlungstrakt (Haus 6).
Die Kosten für das komplette Bauprojekt des neuen Funktionstraktes und Bettenhauses belaufen sich auf insgesamt rund 103 Mio. Euro. Bauherr ist die Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH.
