Für eine Patientenbroschüre des Palliativnetzes
Die Aufgabe der Palliativmedizin ist die Behandlung von Menschen mit einer nicht heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung. Zielsetzung ist die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität. Die Behandlung von Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Unruhe ist die wesentliche Aufgabe in dieser Phase. Neben der medizinischen Behandlung sollte auch eine psycho-soziale Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen erfolgen.
Diese Behandlung kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Unter bestimmten Bedingungen, wenn z. B. die Schmerzen unzureichend behandelt oder medizinische Maßnahmen erforderlich sind, die der Überwachung bedürfen, ist eine stationäre Behandlung notwendig und sinnvoll. Dies gilt auch für die Fälle, in denen Überlastung oder Angst der Pflegenden und des Patienten eine weitere ambulante Behandlung nicht mehr möglich machen.
Im Bergmannsheil in Bochum steht für solche Fälle eine Palliativstation mit 4 Betten zur Verfügung; so es erforderlich ist, erfolgt die Unterbringung in einem Einzelzimmer. Hier arbeiten Ärzte, Schwestern, Pfleger, Krankengymnasten, Psychologen und Seelsorger, die seit Jahren im Umgang mit schwerstkranken Patienten geübt sind. Wenn die zur Aufnahme führenden Probleme wie unzureichend behandelte Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Unruhe und Luftnot ausreichend behandelt sind, erfolgt – so es die häuslichen Verhältnisse zulassen – die Entlassung. Dann erfolgt die weitere Behandlung durch Mitarbeiter des ambulanten Palliativnetzes.
In dringlichen Fällen kann die stationäre Aufnahme sofort oder sonst spätestens innerhalb von 2 Tagen erfolgen.
Leiter der Palliativstation ist Prof. Dr. P. Zahn
Die pflegerische Leitung der Station hat Annette Wittinghofer
Tel.: Sekretariat (Fr. Zintel): 0234 – 3026728