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Abteilung für Schmerzmedizin
Leitender Arzt: Prof. Dr. C. Maier

Erfahrungsberichte

 Erfahrungsbericht eines Famulanten

Einen Praktikumsbericht über meine Famulatur in der Abteilung für Schmerztherapie zu schreiben, ähnelt mehr dem Verfassen eines Werbetextes. Das liegt aber einzig und allein daran, dass mir in aller Ehrlichkeit kein großer Minuspunkt einfällt, den ich erwähnen müsste.
Dafür ist die Liste der Pluspunkte umso länger: Angefangen zum Beispiel mit einer sehr angenehmen und sympathischen Atmosphäre bei allen, die man auf der Station und in der Ambulanz antrifft. So sind die meisten Mittagsbesprechungen in der Ambulanz nicht nur ausgesprochen lehrreich, sondern auch kurzweilig (auch wenn man gerade auf der Station eingeteilt ist, lohnt sich also um 12.00 Uhr der Besuch der Besprechung).            
Weiter: Da das schmerztherapeutische Team sich aus einer Vielzahl von Fachrichtungen zusammensetzt (Anästhesisten, Neurologen, Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, etc.), hat man beispielsweise regelmäßig die Gelegenheit, sich auch mal eine psychologische Exploration oder eine physiotherapeutische Befundung anzuschauen (wobei schnell und eindrücklich klar wird, wie wenig ein Medizinstudent über Gesprächsführung oder den diagnostischen Einsatz seiner Hände lernt).
Wenn man möglichst viele unterschiedliche Krankheitsbilder (auch psychiatrische!) in kürzester Zeit sehen möchte, so ist die Ambulanz ideal geeignet. Aber auch auf der Station sind sehr unterschiedliche Patienten anzutreffen (Palliativpatienten, Medikamentenentzug, chronische Rückenschmerzen, CRPS-Patienten,…).  Auch wenn bei weitem nicht jeder Patient erfolgreich therapiert werden kann, so wird doch zumindest von allen Mitarbeitern alles Menschenmögliche versucht, um das Problem zu bessern; motiviert von einem engagierten Chef, dem immer wieder auch die Ausbildung der  Famulanten  ein großes Anliegen ist (was meiner Erfahrung nach bei Famulaturen eher die Ausnahme ist).
Der einzige Verbesserungsvorschlag von meiner Seite wäre, dass man, wenn ein Famulant für längere Zeit auf der Station ist, ihn doch auch mal  unter Aufsicht ein Aufnahmegespräch oder ähnliches machen lässt (wenn es der Zeitrahmen gestattet).
Ansonsten aber, wie gesagt, keinerlei Kritik, sondern nur die Empfehlung, hier auch unbedingt ein Praktikum zu machen, oder mindestens das Wahlfach Schmerztherapie…