|
Home | Suchen | Kontakt |
|
|
ForschungsschwerpunkteDer zentrale Forschungsschwerpunkt der Schmerzklinik ist die Erforschung der Pathomechanismen bei der Entstehung von Nervenschmerzen (Neuropathischen Schmerzen), die Untersuchung von peripheren wie zentralnervösen Veränderungen infolge verschiedener schmerzhafter Erkrankungen unter Einschluss der funktionellen Bildgebung, der Elektrophysiologie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie und der Quantitativ Sensorischen Testung. Das CRPS, Neuralgien und Phantomschmerzen sind besonders intensiv erforschte Krankheitsbilder in der Bochumer Schmerzklinik. Ein zentraler Aspekt hiervon ist die Validierung verschiedener diagnostischer Verfahren insbesondere der Quantitativ Sensorischen Testung. In der Therapieforschung stehen gegenwärtig Untersuchungen zur Wirksamkeit verschiedener neuer Apparate beim neuropathischen Schmerz, wie z. B. das topisch zu applizierende Lokalanästhetikum Lidocain oder auch Capsaicin 8% im Vordergrund. Seit jeher ist die Opioid-Anwendungsforschung ein besonderer Fokus der Schmerzklinik. Hinzugekommen sind Untersuchungen zum Suchtrisiko und zu den Konsequenzen einer erfolgreichen Entwöhnung Weiterhin existieren auch Forschungsprojekte mit der Klinik für Radiologische Diagnostik zur Verbesserung und Optimierung der Diagnostik bei Rückenschmerzen sowie dem Einsatz verschiedener bildgebender Verfahren zur Diagnostik des CRPS. Weitere fachliche Informationen über unsere Forschungstätigkeiten, finden Sie hier: Forschungsprojekte, Publikationen, Literatur. VersorgungsforschungDie Schmerztherapie ist schon jahrzehntelang ein Stiefkind der Schmerzmedizin. Selbst im Akutschmerzbereich nach Operationen und vor allen Dingen auch bei internistischen und neurologischen Krankheiten wurde trotz guter Kenntnisse und einer Vielzahl vorhandener Medikamente die Schmerztherapie oft vernachlässigt. Durch ein bundesweites Projekt (Schmerzfreies Krankenhaus) wurde hier weltweit erstmalig eine Initiative gestaltet, um nachhaltig flächendeckend die Qualität der Versorgung zu verbessern. Wissenschaftlich stehen hier insbesondere auch Fragen nach Prediktoren im Vordergrund wie auch die Analyse sinnvoller Outcome-Kriterien und der Beeinflussbarkeit von Effektstärken. Psychologische ForschungsthemenDas Hauptaugenmerk der psychologischen Forschung gilt der Identifizierung psycho-sozialer Risikofaktoren bei Patienten mit neuropathischen Schmerzerkrankungen. Neben den bereits gut untersuchten affektiven Parametern (Depression, Angst, Hilflosigkeit) interessieren wir uns für den möglichen Einfluss von Zielkonflikten und Schuldzuweisungen bei der Chronifizierung von Schmerzen sowie deren Auswirkung auf den Therapie-outcome. Daneben werden Fragestellungen verfolgt, die die Therapieoptimierung durch psychotherapeutische Ansätze klären sollen. So haben z.B. auf dem Hintergrund einer angenommenen Körperschema- und Körperbildstörung neuerdings Imaginationstechniken eine größere Bedeutung in der Behandlung neuropathischer Schmerzstörungen erhalten. In Zusammenspiel mit anderen sensomotorisch-perzeptiven Techniken wird eine Korrektur der kortikalen Reorganisation angezielt (Wiederherstellung der kortikalen Organisation). Imaginative Techniken (gedachte Bewegungen aus dem persönlichen Kontext des betroffenen) ermöglichen eine graduierte Exposition, als Vorbereitung auf nachfolgende Realbewegungen, wie sie in der Ergo- und KG-Behandlung trainiert werden. |
|
|||