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ImmunadsorptionEin Therapieverfahren bei Patienten mit Dilatativer Kardiomypathie (DCM) Die Dilatative Kardiomyopathie bezeichnet eine Herzmuskelerkrankung, die durch eine zunehmende Vergrößerung (Dilatation) und Einschränkung der Pumpfunktion (systolische Funktion) gekennzeichnet ist. Sie ist mit ca. 35 bis 45 Patienten pro 100.000 Einwohnern eine in den westlichen Industrienationen häufige Erkrankung und neben der Koronaren Herzerkrankung die häufigste Ursache der schweren (terminalen) Herzinsuffizienz. Die genauen Ursachen und die Entstehung einer DCM sind noch nicht in allen Einzelheiten geklärt und daher Gegenstand der Forschung. Aus Herzmuskelproben (Myokardbiopsien) weiß man aber, dass sich bei DCM-Patienten vermehrt Entzündungsreaktionen im Herzen nachweisen lassen, weswegen man auch von einer inflammatorischen DCM (DCMi) spricht. An diesen Entzündungsprozessen sind sowohl das menschliche zelluläre und das auch das so genannte humorale Immunsystem beteiligt. Dieser Prozeß spielt bei der Herzmuskelschwäche eine entscheidende Rolle. Antikörper sind ein wesentlicher Teil des humoralen Immunsystems. So lassen sich in Patientenseren Antikörper nachweisen, die sich gegen eigene, das Herz betreffende Strukturen richten (Autoantikörper). Von diesen Antikörpern wiederum weiss man, dass Sie langfristig und kontinuierlich eine schädigende Wirkung auf das Herz haben können. Für wen kommt dieses Therapie in Frage?
Wie wird die Immunadsorption durchgeführt? Über einen Dialysekatheter in einer großen Vene wird kontinuierlich das Patientenblut von einer Blutpumpe aufgenommen. Diese leitet es weiter an eine Zentrifuge, die die zellulären Blutbestandteile von dem Rest (Serum) trennt. Das Serum durchläuft dann eine Filtersäule, die mit einer speziellen Substanz dem Protein A beschichtet ist. Dieses Protein A ist aus Bakterien gewonnen und bindet Antikörper aus dem Blutplasma. Anschließend werden das gereinigte Blutplasma und die Blutzellbestandteile wieder vereint und dem Patienten als Vollblut zurückgegeben. Die Therapie besteht aus 5 Behandlungstagen zu je ca. 6 Stunden Behandlungszeit. Eine Wiederholung der Therapie ist nicht erforderlich kann aber im Einzelfall nach Monaten durchgeführt werden. Alle Patienten sind während und nach der Therapie für 12 Monate in ein Nachuntersuchungsprogramm eingeschlossen mit Ambulanzterminen einen, drei, sechs und zwölf Monate nach Therapie zur Verlaufskontrolle. ![]() Wann kann eine Immunadsorption nicht durchgeführt werden?
Dr. Michael Scheeler |
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